Schwinge; Nadellager; Zustandsbewertung

-- WICHTIGES AN DIESER STELLE --

Stammtische: KawasakiS NRW 15.08. IN Meerbusch!

  • Hallo
    habe hier zwei Schwingen der ZRX1200 liegen. Laufleistungen beide ca. 66.000km

    Nadellager habe ich erstmals vor meinen Augen und Fingern und da suche ich Rat.
    Zustandsprüfung: Möchte die Käfige mit den Nadeln in den Buchsen (=Schwinge) mit Finger drehen, ähnlich wie bei Radlagern. Doch in beiden Schwingen drehen sich die Käfige nicht.
    Frage 1: ist das normal?
    Frage 2: kann ich die Lager belassen?

    Die Nadeln drehen: kann nicht sagen, ob ich da etwas bewegt habe.

    Wie seht Ihr das?
    Dank & Gruss
    Thomas

  • Servus Thomas,

    hier KI vorschlag zum Profen von Nadellager.

    Vielleicht hift Dir das etwas weiter.

    Nadellager prüfen Sie am besten, indem Sie das Lager gründlich reinigen, auf Laufspuren, Verfärbungen und Riefen untersuchen und das Radialspiel mit den Fingern durch vorsichtiges Wackeln kontrollieren. Das Lager sollte sich zudem geschmeidig und ohne Hakeln drehen lassen.

    Sicht- und Tastprüfung

    • Reinigung: Entfernen Sie altes Fett mit Bremsenreiniger.
    • Nadeln und Käfig: Prüfen Sie den Käfig auf Risse oder Verformungen. Die einzelnen Nadeln dürfen keine Abplatzungen (Pitting), starken Riefen oder Rost aufweisen.
    • Laufbahnen: Inspizieren Sie den Außenring und ggf. den Innenring bzw. die Welle auf Einlaufspuren. Eine bläuliche Verfärbung deutet auf Überhitzung hin.

    Spielkontrolle

    • Radialspiel: Versuchen Sie, die Welle bzw. den Innenring quer zur Laufrichtung hin- und herzubewegen. Ein minimales fühlbares Spiel ist normal, es darf aber nicht "kippeln" oder metallisch klappern.
    • Drehtest: Ölen oder fetten Sie das Lager leicht ein. Drehen Sie es langsam von Hand. Es muss absolut widerstandsfrei und gleichmäßig rollen. Jedes "Ruckeln" oder Knirschen ist ein Zeichen von Verschleiß.

    Messung

    • Für präzise Toleranzen und den Austausch messen Sie die relevanten Abmessungen (Innendurchmesser, Außendurchmesser und Breite) mit einem Messschieber. Spezielle Lagerspiele können bei Bedarf mit Messstreifen (z. B. Plastic Gauge) ermittelt werden.

    Gruß MTB

    Macht was daraus, was ist Eure Sache :S:S

    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten, ehrlich!!

    Unmöglich ist nur ein Wort

  • Hatte nun meine und die andere Schwinge - entfettet und gereinigt - vor mir liegen. Die Nadelkäfige der Ersteren liessen sich fast nicht bewegen. Die der zweiten Schwinge dagegen sehr leicht; da hat das Entfetten wohl den Finger-Antrieb unterstützt. Entscheidung somit klar.

    Nach dem Einbau der Schwingen in das jeweils andere Motorrad dann durch Rütteln geprüft, ob da was wackelt: nirgendwo hat was gewackelt.


    ps: der Ausbau war nicht schwer, aber wenn man die Kette an der Schwinge belässt, muss einiges demontiert werden. Ob man das Ritzel für das Herausnehmen der Kette aus dem "Ritzelraum" ausbauen muss, sollten Nachahmer zunächst prüfen.

    Der Einbau ist dann schon schwerer, denn die Schwingenbreite mitsamt Collar (Bundbuchse?) und Simmerring liegt wohl nur sehr knapp unter der Breite der Aufnahmen im Rahmen. Die Aufnahmen links und rechts habe ich mit LED-Werkstatthandlampen ausgeleuchtet; man muss sehen, wo man arbeitet. Die Schwinge habe ich am Unterzug gepackt und eingeführt.

    Ich begann mit der rechten Seite, um die Schwinge mitsamt Collar zu positionieren. Der Collar fällt trotz reichlich Fett gerne heraus. Dann links den Kettenschutz der Schwinge in den Einbauraum gepresst. Dabei kommt das Motorrad am Kran ins Schwingen und möchte nach rechts kippen. Man kann dem mit der Schwinge aber entgegenwirken. Das Krangeschirr sollte so gestaltet sein, dass das Kippen unmöglich ist. Ein durchlaufender Gurt kann das nicht, aber: Nach wenigen Fehlversuchen klappt es dann erstaunlich gut. Schnell die gefettete Schwingenachse einführen. Fertig.

    Habe dann den Kawa-Händler gefragt, wie es der Händler macht. Antwort: mit Kran. An seiner ZRX1100 haben wir dann noch den Rahmen angeschaut. Für die Motoraufhängung gibt es da links und rechts mit Stopfen verdeckte Rohrenden Durchmesser 23mm (von mir grob gemessen) und er meinte, die könne man für Selbstbauständer nutzen. Aber immer mit Kran!

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