Tacho bei Z 250 LTD Bj. xx

-- WICHTIGES AN DIESER STELLE --

Stammtische: KawasakiS NRW 20.06. in LÜNEN

  • Fahre eine Kawasaki Z 250 LTD Baujahr 1994, also ein Oldtimer

    Ich habe Probleme mit meinem analogen Tacho, habe mittlerweile schon den 3. Tacho drin. Der jetzige ist ein neuer Unbenutzter, bin 20 km gefahren, da sprang der Tageszähler auf 120 km.

    Da es nun schon der 3 Tacho ist, mit dem gleichen Problem, denke ich, es kann nicht am Tacho selber liegen.

    Schraubenkenntnisse habe ich kaum.
    Was kann ich noch tun?
    Woran kann es liegen?

    Im voraus vielen Dank für eure schnelle Hilfe

    LG der Uwe aus dem Südharz

    3 Mal editiert, zuletzt von Mac (16. Mai 2026 um 10:50) aus folgendem Grund: Technische Frage von der Vorstellung abgetrennt!

  • Moin Uwe,

    wir müssten kären: Bj. 1994? Sicher?

    Hast Du bereits:
    - die Tachowelle getauscht oder diese geprüft? (Gängigkeit, verfettet, angebrochen, etc.)
    - Ist sie richtig verlegt, keine Knicke, etc.?
    - Wie schaut die Tachoschnecke aus? Wie lat ist diese? Ggf. verschlissen?

  • moin

    der 3. tacho den ich eingebaut habe

    dieser hier ist ein ganz neuer

    da stand alles auf null

    2 tage gefahren nun sehr selber

    neue tachowelle habe ich bestellt

    wieso weshalb das nicht funktioniert ich verstehe es nicht

    naja auch ehrlich gesagt habe ich leider auch nicht so viel ahnung

    deswegen bin ich ja auch hier drinne

    lg der uwe

  • Wenn der Tageskilometerzähler nach echten 20km Fahrt plötzlich auf 120km springt und dies bereits bei drei verschiedenen Instrumenten passiert ist, liegt der Defekt tatsächlich außerhalb des Tachos. Die Ursache ist ein mechanischer Defekt im Tachofortlauf, der durch extreme Vibrationen, eine defekte Tachowelle oder eine falsche Tachoschnecke (Getriebe am Vorderrad) ausgelöst wird.

    Da ein analoger Tacho rein mechanisch über eine rotierende Welle angetrieben wird, kann er ohne mechanische Einwirkung von außen keine Kilometer "dazuerfinden" oder überspringen.

    Hier sind die drei wahrscheinlichsten Ursachen und die passenden Lösungen:

    1. Starke Vibrationen im Tachogehäuse

    Dies ist die häufigste Ursache für das plötzliche "Springen" von Zahlenwalzen bei Oldtimern.

    • Das Problem: Wenn die Gummilagerung (Dämpfung) der Tachohalterung porös, ausgehärtet oder gar nicht mehr vorhanden ist, übertragen sich die Motor- und Straßenvibrationen ungefiltert auf das Cockpit. Die mechanischen Sperrklinken, die das Mitdrehen der benachbarten Zahlenwalzen (z. B. von der Einer- auf die Zehnerstelle) verhindern sollen, vibrieren frei. Die Walze rutscht durch den Schwung der Welle einfach mehrere Nummern weiter.
    • Lösung: Prüfen Sie die Gummitüllen und Distanzhülsen der Tachobefestigung. Tauschen Sie verhärtete Gummis aus, um das Instrument vibrationsentkoppelt zu lagern.

    2. Defekte oder blockierende Tachowelle

    Eine beschädigte Tachowelle arbeitet nicht gleichmäßig, sondern baut mechanische Spannung auf.

    • Das Problem: Wenn die Tachowelle im Inneren der Hülle trocken läuft, knickt oder splittert, bleibt sie für Sekundenbruchteile hängen. Der Antrieb vom Vorderrad dreht jedoch weiter. Die Welle zieht sich in sich selbst wie eine Spiralfeder auf. Löst sich diese Blockade kurzzeitig, schnellt die Welle mit extrem hoher Geschwindigkeit ("Peitscheneffekt") vorwärts. Dieser brutale Impuls überträgt sich auf das Tacho-Innere und wirft die Zahnräder des Tageszählers unkontrolliert nach vorne.
    • Lösung: Die Tachowelle komplett austauschen (nicht nur ölen, da alte Wellen oft innen ausfransen). Achten Sie auf eine absolut knickfreie Verlegung.

    3. Falsche oder defekte Tachoschnecke (Tachoantrieb)

    Der Antrieb sitzt direkt an der Radachse und übersetzt die Radumdrehung in die Drehung der Welle.

    • Das Problem: Wenn das Schneckengetriebe im Tachoantrieb stark verschlissen ist, blockiert, oder ein falscher Antrieb (z. B. von einem anderen Kawasaki-Modell mit anderer Übersetzung) verbaut wurde, stimmt die Drehzahl der Welle nicht. Ein blockierendes Getriebe an der Achse kann ebenfalls den oben beschriebenen Peitscheneffekt der Welle auslösen.
    • Lösung: Den Tachoantrieb an der Radachse demontieren, reinigen, auf Zahnausfall prüfen und frisch fetten. Stellen Sie sicher, dass es sich um das Originalteil für das Vorderrad der Z 250 LTD handelt.

    Zusammenfassung der Diagnose steps

    1. Vibrationen prüfen: Lässt sich der Tacho im Halter leicht von Hand bewegen (Gummidämpfung aktiv) oder sitzt er starr auf Metall?
    2. Welle kontrollieren: Zittert die Tachonadel während der Fahrt im unteren Geschwindigkeitsbereich? Wenn ja, ist das ein klares Zeichen für eine hakende Tachowelle.
    3. Zähler-Reset testen: Tritt das Springen direkt nach dem Drücken des Rückstellknopfes auf? Manchmal rasten die Walzen nach dem Reset nicht richtig ein, was durch Vibrationen verstärkt wird.

    Um den Fehler einzugrenzen, können Sie mir kurz mitteilen:

    • Zittert oder pendelt die Tachonadel während der Fahrt?
    • Sind die originalen Gummiringe an der Tachohalterung verbaut?
    • Passiert das Springen bei einer bestimmten Geschwindigkeit oder nach Erschütterungen (Schlaglöchern)?

      Vielleicht kommst Du hiermit weiter

      Wurde bevor diese Problem aufgetretten ist mal das Vorderrad aus und wieder eingebaut??


    Gruß MTB

    Macht was daraus, was ist Eure Sache :S:S

    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten, ehrlich!!

    Unmöglich ist nur ein Wort

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!